Das neue Beet ist gemulcht – Seelenfrieden wieder hergestellt.

Jetzt aber! Wir konnten den Anblick dieser offenen Schürfwunde unseres Gartens keinen Tag länger ertragen. Wir hatten unsere Leidensgrenze erreicht. Unser Boden sollte gut eingepackt und versorgt in seine verdiente Winterpause gehen, nachdem wir vor ihm einigen Wochen nochmals übel zugesetzt hatten. Abstechen, Rasen abschälen, graben, die andauernde Regenfälle auf die offen liegende Erde in den letzten Wochen… all das sollte unser neues Beet nun schnellst möglich hinter sich lassen. Zwar bestand in diesem Fall nicht der gewohnte Komfort dem Boden genau das an Nährstoffen zurückzuführen, was er uns in diesem Jahr gegeben hatte, aber die Laubschicht aus Wein- und Blauregenblätter sollte zumindest temperaturausgleichend sein, Verschlämmung sowie Feuchtigkeitsverlust vorbeugen und natürlich Lebensraum bieten.
Im nächsten Jahr, so verspreche ich es meinem neuen Beet, wird es dann auch das angestammte organische Material sein, dass seinen Boden und seine Bewohner warm halten wird. Mein Seelenfrieden ist trotz einer Portion Trauer mit Blick in die penibel gehakten Gärten der Nachbarschaft wieder hergestellt. Erschütternd daran zu denken, wieviel Reichtum zeitgleich in Säcke gepackt zur örtlichen Kompostierungsanlage gefahren oder frenetisch in die braune Tonne gestopft wird.

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