Meine Rolle als Gärtnerin

…sehe ich zunächst einmal darin, die geeignete Pflanzen für den jeweiligen Standort hinsichtlich Boden, Licht und Wasserversorgung auszuwählen und die jeweilige Pflanze im Kontext der bestehenden oder zeitgleich geplanten Bepflanzung zu bewerten. Sieht das zusammen echt gut aus? Wer blüht wann? Wer blüht vorne, wer weiter hinten und wie sieht die Pflanze nach dem Abblühen oder vor der Blüte aus? Ich stelle mir das manchmal wie eine Wasserorgel vor…leider brauche ich bei dem ein oder anderen Beet ein paar Anläufe. Bei zwei Beeten bin ich weiterhin recht unzufrieden, wobei ich für den einen Bereich immerhin schon einen Plan habe… (Der Schmetterlingsflieder – Buddleja davidii)
Zudem versuche ich, abgesehen von den Gehölzen, bevorzugt Pflanzen zu setzen, die sich von sich aus vermehren. Stauden teilen ist natürlich auch mal okay, aber zwischen dem restlichen Leben mit Kindern, Tieren und Haushalt, ist es doch auch ganz nett, wenn ich am Ende bei den Keimlingen nur noch entscheiden muss, ob sie an dieser Stelle auch bleiben dürfen, ob sie weichen müssen oder eben gnadenvoll von mir als Jungpflanze umgesetzt werden. Wenn es darum geht die Jungpflanzen zu identifizieren, habe ich allerdings eindeutig noch Luft nach oben. Darüber zu entscheiden ob erwünscht oder „Unkraut“ fällt mir oft verdammt schwer bei einem Sortiment, das ich zum Großteil nur aus Pflanzenführern und Katalogen kenne.
Bei den Gehölzen bevorzuge ich in letzter Zeit Pionierpflanzen. Oft sind die auch recht günstig… abgesehen vielleicht von den Birken bei entsprechender Größe. Jedenfalls bevorzuge ich in der Summe zunehmend profane Pflanzen.
Weiter sehe ich mich als Ernährer meiner Pflanzen. Abgestorbene Pflanzenteile sowie unser Bioabfall landen auf einem der mittlerweile zwei Komposte. Dazu mache ich mit Sicherheit auch nochmal einen Post.
Beim jäten lasse ich die Pflanzen ausgerissen meist einfach an Ort und Stelle liegen, es sei denn, es handelt sich dabei um eine Pflanze, die direkt wieder anwurzeln würde. Aber grundlegend stört mich ein Unkraut hier und da auch nicht. Mir ist es wichtiger, der Boden ist erstmal beschattet.
Gerne würde ich das Gießen komplett einstellen können, allerdings haben wir bei Neuanlage des Gartens einige Bauern- und Samthortensien gepflanzt, die im Hochsommer ohne Gartenschlauch keine drei Tage durchhalten würden. Bei neu gesetzten Pflanzen setzten wir ebenfalls nicht ausschließlich auf den Niederschlag. Auch die Rasenflächen kommen ohne Bewässerung leider nicht ansehnlich durch den Sommer, so dass diese Bereiche immer eine extra Zuwendung benötigen werden. Innerhalb der Beetflächen versuche ich jedoch Pflanzen anzusiedeln, die mit dem recht trockenen und sandigen Boden zurecht kommen. Um die Wasserspeicherkraft des Bodens möglichst groß zu halten, versuche ich weitgehend auf Bodenstörungen, sprich umgraben zu verzichten.

In der Summe versuche ich mit wenig Gieß-, Dünge- und Jätaufwand durch mein Gartenjahr zu kommen. Auch Pflanzenschutzmittel oder aber Industriedünger lehne ich ab. Der Garten soll bis auf die Pflanzenkenntnisse die er mir abverlangt, recht leicht zu unterhalten sein, so dass man ihn einen Urlaub lang auch mal sich selbst überlassen kann.

 

 

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